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Le Point, January 19
Budget Lecornu : un tour de magie… sans magie
CHRONIQUE. Vendredi soir, le Premier ministre a annoncé des dépenses supplémentaires mais un déficit réduit. Or, il n’est pas magicien…

Full text:
l paraît que Sébastien Lecornu a dit vivre un conte de fées… sans fée. Cette saillie se veut peut-être drolatique mais elle ne reflète pas vraiment la réalité. Quel que soit le véhicule choisi ce lundi 19 janvier pour en finir avec le supplice du budget, 49.3 ou ordonnance, celui-ci ressemblera plus à une citrouille difforme qu’à un carrosse brillant de mille feux. Il n’y aura pas non plus de prince charmant pour venir sauver les Français de la faillite collective, pas plus qu’un « happy end » où la stabilité retrouvée permettrait d’entreprendre, enfin, les réformes qui s’imposent.
Plutôt qu’un contre de fées sans fée, le Premier ministre nous a plutôt infligé, vendredi soir, un tour de magie… sans magie. La scénographie du spectacle est désormais connue. Notre Garcimore national apparaît sur le perron de l’hôtel Matignon, vêtu de son chandail désormais mythique, pour « rendre compte » de l’avancement de ses travaux.
En fait d’avancement, il s’agissait plutôt, en cette veille de week-end, de renoncements. Au pluriel. Plus d’année blanche, plus de gel du barème de l’impôt sur le revenu, plus de réduction de MaPrimRenov, mais 50 euros net de prime d’activité supplémentaire chaque mois pour trois millions de travailleurs modestes, des repas à un euro pour tous les étudiants, un petit geste pour le logement, un autre pour les APL…
Voilà pour complaire au Parti socialiste dont le premier secrétaire, Olivier Faure, a manifesté sa satisfaction ce week-end. Ses ouailles pourraient bien épargner le Premier ministre, à condition que les ménages soient épargnés de toute hausse d’impôt. Mais Sébastien Lecornu n’a pas oublié que les cadeaux à gauche n’excluent pas, bien au contraire, les politesses à droite. Plus question, donc, de supprimer l’abattement fiscal « pour frais professionnels » dont bénéficient les retraités. Et bien sûr, il ne faut pas désespérer ce qui reste d’élus macronistes. Pas touche, donc, aux aides consenties aux entreprises.
Des impôts bien sûr !
Cela s’apparente à une distribution de largesses, effectué par un maître de cérémonie qui n’a pas les moyens de sa prodigalité. D’ailleurs, il le dit tout net : le déficit budgétaire ne devra pas dépasser 5 % du PIB. Avec 7 milliards de dépenses en plus, comment fait-on ?
Il y a bien les collectivités locales qui seront mises à contribution. Mais comme il ne serait pas prudent de trop fâcher le Sénat, cela n’ira pas très loin. Et puis, promis, les ministères vont être mis au régime sec. Tous ? Bien sûr que non ! L’Agriculture, les Armées, l’Éducation, l’Intérieur, la Justice échapperont à la purge. Autrement dit, les plus gros consommateurs de crédits.
Inutile d’avoir fait l’ENA pour comprendre que les impôts vont augmenter. Mais quels impôts ? Pas ceux qui pèsent sur les ménages, pour ne pas fâcher Olivier Faure, l’arbitre des élégances budgétaires. Ce sont donc les entreprises qui seront mises à contribution. Mais cela, Sébastien Lecornu s’est bien gardé de le dire. Il a laissé à sa ministre des Comptes publics, Amélie de Montchalin, le soin d’annoncer la reconduction de la taxe exceptionnelle sur les bénéfices dans les colonnes de Ouest France, qui devrait rapporter 8 milliards d’euros. « Pas de nouveaux dispositifs fiscaux, pas de bricolage, pas de taxes inventées au dernier moment », dit celle-ci. Elle ne prend pas grand risque. Avec l’arsenal existant, il y a déjà largement de quoi faire !
https://www.lepoint.fr/debats/budget-lecornu-un-tour-de-magie-sans-magie-6UTICD5PDVALXEOBMDERKG7MQY/
Neue Zürcher Zeitung, January 17
Trump verspottet ihn, Putin bleibt eiskalt, die extreme Rechte wartet darauf, ihn zu beerben – der tragische Fall des Emmanuel Macron
Von den Franzosen verachtet und auf der internationalen Bühne wirkungslos, taumelt der französische Präsident dem Ende seiner Amtszeit entgegen. Dabei wurde er einst geliebt.
Pascal Bruckner ist Philosoph und Schriftsteller. Er lebt in Paris. – Übersetzt aus dem Französischen.
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Am 31. Dezember 2025 überbringt Emmanuel Macron den Franzosen seine Neujahrsgrüsse. Die Zeremonie verläuft schlechter als erwartet: Der Präsident, dessen Haare am Schädel kleben, rezitiert mechanisch seine Sätze. Er spricht, als wüsste er, dass er diskreditiert ist. Er ist zum Statisten seines eigenen Amtes geworden, zu einer Marionette, die Emmanuel Macron spielt. Was ist passiert?
Fatale Irrtümer über islamistische Gewalt
Blicken wir zurück auf das Jahr 2017. Macron ist ein sehr junger Kandidat, sein Erfolg beruht nicht nur auf seinem Talent und Charisma, sondern auch auf einer geschickt zelebrierten Unklarheit. Nicht die Zukunft, die er verspricht, scheint begehrenswert, sondern der Mann selbst bietet sich als Objekt aller Begierden an.
Emmanuel Macron, ehemaliger «Enarch» (Absolvent der Kaderschmiede ENA, Red.), Investmentbanker und Wirtschaftsminister in der Regierung Hollande, weckt die verführerische Hoffnung auf eine versöhnte Welt, in der es keine Linke und keine Rechte mehr gibt. Eine Welt, in der sich die zerstrittenen französischen Familien dank der Ausstrahlung ihres Herrschers wieder annähern. Er wird die Ikone sein, in der das gesamte Volk verschmelzen kann, im Körper eines republikanischen und grossmütigen Königs.
Schon damals sind einige seiner Äusserungen problematisch. Der Kandidat erklärt, es gebe keine «französische Kultur». Er führt Gewalt in der Gesellschaft auf die Wirtschaft zurück und betrachtet den islamistischen Terrorismus als Folge der sozialen Ausgrenzung und der Arbeitslosigkeit der Täter. Dass Männer und Frauen bereit sind, für ihren Gott und ihr Seelenheil zu sterben, scheint seinen Verstand, der der Logik des Marktes folgt, zu übersteigen.
Dieses mangelnde Verständnis macht ihn unfähig, den Hass zu begreifen und ihn zu bekämpfen. Viele Jihadisten, das zeigen zahlreiche Berichte, stammen aus wohlhabenden Verhältnissen. Die Mehrheit der Führungskräfte des IS sind Akademiker, und der Anteil der Selbstmordkandidaten steigt mit dem Bildungsniveau. Armut ist keineswegs ein Faktor für Radikalisierung. Die Litanei von den Verdammten dieser Erde, die sich angeblich in die Luft sprengen, um der Verzweiflung zu entkommen, ist eine verhängnisvolle Illusion. Macron korrigiert sie erst am 24. August 2021 mit dem sogenannten Gesetz zur Bekämpfung des Separatismus. Nach grausamen Morden, unter anderem am Lehrer Samuel Paty.
Gegensätze vereinen, die sich nicht vereinen lassen
Macron träumte einst davon, dort Erfolg zu haben, wo alle anderen gescheitert sind. Trotz seinen unbestreitbaren Erfolgen in der ersten Amtszeit könnte er sich als einer der schlechtesten Präsidenten der Fünften Republik erweisen. Sein Bestreben, die Rechte und die Linke durch die Schaffung einer «extremen Mitte» zu versöhnen, treibt ihn dazu, Gegensätze zu vereinen, die sich nicht vereinen lassen.
Mit ihm, so glaubt er zunächst, könnten fundamentalistische Burkini-Trägerinnen und Anhängerinnen des Oben-ohne-Sonnenbadens genauso in gutem Einvernehmen nebeneinander existieren wie Arbeitgeber und Arbeitnehmer oder Befürworter der Homo-Ehe und Anhänger der traditionellen Familie. Probleme wie zunehmend verbreitetes Schulversagen, Uberisierung des Arbeitsmarktes und Abstiegsängste – all das würde der beliebte Chef der Republik in seiner Person absorbieren.
Diese Abneigung gegen Entscheidungen, die in Macrons Reden immer grossartig klingt, ist in der Praxis schwer aufrechtzuerhalten. Ein Politiker kann Widersprüche nicht lange auflösen und nach dem Prinzip «gleichzeitig» argumentieren, ohne sich wie eine unverantwortliche Wetterfahne zu verhalten.
Von Anfang an hat Macron die Liebe zur Macht mit der Macht der Liebe verwechselt. Er will gewählt werden, aber vor allem will er geliebt werden. Als guter Verführer beginnt er damit, uns seine Leidenschaft zu gestehen. Diese Erklärung hüllt seine ganze Person in eine Art mystische Ausstrahlung und garantiert ihm Bewunderung. Aber das «Ich liebe euch», das er seinen Anhängern ekstatisch zurief, sagte bekanntlich vor allem eines: Ich liebe mich selbst durch euch.
Berauscht von sich selbst, musste Macron immer mehr leidenschaftliche Erklärungen und glühende Schwüre abgeben. Der Wahlkampf konnte nur in permanenter Hektik stattfinden, selbst wenn es um so opportunistische Bündnisse wie jenes mit François Bayrou ging. Die Augen leuchteten, Umarmungen wurden ausgetauscht, man berührte sich, beglückwünschte sich, schmeichelte sich: Macron hat immer schon bei seinen kleinsten Reisen, seinen kleinsten Begegnungen Begeisterung geweckt und dabei eher auf Vertrautheit als auf Intelligenz gesetzt.
Von den Franzosen verachtet, von Anhängern im Stich gelassen
Er hoffte, Trump, Putin und den algerischen Präsidenten Tebboune mit Augenzwinkern und einer «besonderen Beziehung» für sich zu gewinnen. Das Scheitern ist offensichtlich: Trump verspottet ihn, Putin bleibt eiskalt und Tebboune beleidigt ihn öffentlich.
Der sozialistische Präsident François Mitterrand sagte bei seinem Abschied im Jahr 1995: «Ich werde Sie nicht verlassen, ich glaube an die Kräfte des Geistes.» Damals war Distanz die Voraussetzung für die Ausübung von Macht. Macron dagegen wollte Frankreich weniger regieren als vielmehr in den Armen wiegen. Er gab sich hemmungslos dem sentimentalen Rausch hin, so wie er später dem Rausch der Verschuldung erliegen sollte.
Macron rühmte sich einmal, ein «wohlwollender» Mensch zu sein. Als solcher verpasst er keine Gelegenheit, seine Gegner bösartig zu kritisieren und eine grenzenlose Arroganz zu offenbaren. Wohlwollen in der Politik ist eine negative Eigenschaft, die als Zeichen von Schwäche angesehen wird. Es ist eine Eigenschaft, die man von einem Mann des Glaubens erwartet, einem Pastor, Priester, Imam oder Rabbiner, der zu seinen Gläubigen über die letzten Dinge spricht und sie tröstet. Nicht aber von einem Politiker, der in schwierigen Zeiten standhaft bleiben muss. Es ist immer gefährlich, beliebt sein zu wollen, wenn man sich um das höchste Amt bewirbt. Man muss vielmehr, wie Trump, akzeptieren, von seinen Feinden gehasst zu werden. Heute wird Macron von einer Mehrheit der Franzosen verachtet und von seinen Anhängern im Stich gelassen.
Zu Macrons katastrophaler Entscheidung, im Frühling 2024 das Parlament aufzulösen und Neuwahlen anzusetzen, gibt es ein interessantes Gerücht. Es besagt, dass sich der Präsident damals Hals über Kopf in die iranische Schauspielerin Golshifteh Farahani verliebt habe. Ein Zusammenprall zweier Narzissmen, der Macrons Verstand ausgeschaltet haben soll. Die Schauspielerin hat die Affäre halbherzig dementiert. Sie erklärte jedoch, dass alle Franzosen an ihrer Mutter hingen und sie nicht losliessen, selbst wenn sie in eine andere Frau verliebt seien. Eine Anspielung auf Macrons Gattin Brigitte, die 25 Jahre älter ist als der Präsident.
Wird Jordan Bardella, der Chat-GPT-Sprechautomat, sein Nachfolger?
Je näher die Präsidentschaftswahlen im Jahr 2027 rücken, desto mehr verhängnisvolle Entscheidungen werden getroffen: Macron gibt die zaghafte Rentenreform auf, lehnt das Mercosur-Abkommen ab, scheint die Absetzung Maduros durch Trump in widersprüchlichen Worten zu befürworten und dementiert dies wenige Tage später.
Wird er eines Tages seine Unterstützung für die Ukraine und sein angesichts der amerikanischen Arroganz vernünftiges Projekt einer «strategischen europäischen Autonomie» aufgeben? Seine neueste Idee, ein Hochkommissariat für Vielfalt nach angelsächsischem Vorbild zu schaffen, widerspricht allen republikanischen Werten.
In vielerlei Hinsicht hat Macron recht, aber er hat es versäumt, seine europäischen Partner und vor allem seine Landsleute davon zu überzeugen. Das Schlimmste ist jedoch, dass er, obwohl er gewählt wurde, um die Extreme zu überwinden, diese an die Macht gebracht hat: Der junge und unerfahrene Rechtsaussenpolitiker Jordan Bardella, der wie ein Chat-GPT-Modell der ersten Generation wirkt und auswendig gelernte Sprachbausteine ausspuckt, erfreut sich grosser Beliebtheit.
Dabei haben die Franzosen Macron einmal so sehr geliebt! Jetzt wirkt er wie ein König Lear mit grauen Koteletten, der durch die Korridore seines Palastes irrt.
Atlantico, January 16
Investissements militaires : derrière les efforts budgétaires, les illusions et le déni d’obstacles
Alors qu’Emmanuel Macron rappelait aujourd’hui à Istres que « la France a une grande tradition d’indépendance » et qu’elle a renforcé ses capacités militaires, industrielles et technologiques, la crise groenlandaise agit comme un révélateur brutal. Face aux velléités trumpiennes d’appropriation du territoire danois, l’Europe découvre à la fois sa fragilité politique, la réalité de sa dépendance stratégique vis-à-vis de Washington et les limites d’une « dissuasion » qui ne peut s’exercer contre son principal allié. Derrière les gestes symboliques de solidarité et les discours de fermeté, se joue en réalité une question vertigineuse : l’Union est-elle capable de défendre ses intérêts face aux États-Unis sans rompre l’Alliance atlantique — et à quel prix industriel, politique et social ?
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Atlantico – Les velléités américaines supposées d’annexion du Groenland — pour l’instant nous n’en sommes pas à ce stade, mais un certain nombre de déclarations américaines suggèrent qu’ils ne s’arrêteront pas — laissent entendre qu’ils veulent s’approprier ce territoire : soit par la négociation, par un achat, soit par une option militaire s’ils ne parviennent pas à négocier correctement. Cela met aussi en lumière les fragilités de l’Europe. Emmanuel Macron a déclaré aujourd’hui : « La France a une grande tradition d’indépendance. Nous avons renforcé notre indépendance militaire, capacitaire, technologique, industrielle. » Et il a joint les actes à la parole en envoyant une quinzaine de soldats. La France n’est pas le seul pays : les Britanniques ont envoyé… un soldat — ce qui peut sembler étrange — les Allemands aussi, certains pays nordiques prévoient la même chose. Qu’est-ce que cela dit de nos capacités face aux États-Unis ? Et assiste-t-on à la naissance d’une défense européenne commune face à ce danger ?
Stéphane Audrand : Je crois qu’il faut éviter d’essentialiser la menace, pour l’instant. La réalité est plus complexe que « les États-Unis veulent annexer le Groenland ». Pour l’instant, c’est plutôt : Donald Trump veut annexer le Groenland, et une partie de l’appareil d’État américain le soutient, tandis qu’une autre partie ne le soutient pas.
Comprendre cette complexité américaine est crucial pour comprendre la réponse européenne. On est face à une forme de lubie présidentielle : Trump veut cette terre pour plusieurs raisons.
D’abord, il veut être le président qui, après McKinley, Jackson et d’autres, aura à nouveau agrandi le territoire des États-Unis. Ensuite, il y a une logique de déni d’accès sur les ressources, un peu comme au Venezuela : l’objectif n’est pas forcément de « prendre » le pétrole ou les minerais, mais d’empêcher la Chine de les prendre. Une acquisition du Groenland permettrait aux États-Unis de bloquer l’accès de Pékin à certaines ressources — et cela s’inscrit dans une stratégie plus large vis-à-vis de la Chine.
La Chine, en effet, dépend pour sa puissance d’importations massives : minerai de fer, pétrole, gaz, terres rares, lithium, etc. Donc limiter l’accès chinois à ces ressources, c’est tenter de « barrer la route » à sa montée en puissance. Et cette logique peut trouver un écho dans une partie du champ politique américain qui priorise la menace chinoise.
Et puis, il y a un autre élément : la volonté de certains barons de la tech de faire du Groenland une sorte de laboratoire politico-technologique, avec des villes expérimentales, pas entièrement sous le droit américain, mais sous des formes de gouvernance par les entreprises — une gouvernance numérique, en quelque sorte.
Tout cela converge, mais au fond, on est bien sur la volonté de Donald Trump, et pour l’instant, une partie de l’appareil sécuritaire américain résiste. On a vu des membres du Congrès refuser de s’associer à cette démarche, essayer de faire passer des lois pour empêcher le président d’intervenir contre le Danemark. On a eu aussi des échos selon lesquels une grande partie du Pentagone a refusé très fermement de planifier la moindre opération contre le Danemark.
En face, les dirigeants européens ont assez bien compris que la question groenlandaise est très personnelle pour Donald Trump. Et, pour nous, l’objectif est double : ne pas susciter une hostilité américaine généralisée, mais traiter le problème « face à face », en tenant compte de la psychologie politique de Trump.
Car au-delà du Groenland, pour Trump, il y a un enjeu de soumission : soumission de son propre appareil sécuritaire à sa volonté, et soumission de ses alliés européens à sa domination sur l’Occident.
D’où, pour l’instant, des actions européennes qui servent d’abord à rassurer le Danemark, à se rassurer entre Européens, et à opposer au narratif trumpien un contre-narratif.
Et là, il faut souligner un point : on remarque, dans les réactions européennes, des voix concordantes — peu de voix dissonantes — mais aussi beaucoup de silences. Les pays nordiques ont été extrêmement fermes et vocaux pour soutenir le Danemark : la « grande alliance du Nord » joue sa crédibilité. Finlandais, Suédois, Norvégiens, Islandais doivent être avec les Danois : sinon, ils apparaissent faibles et vulnérables, y compris face à d’autres régimes.
On a aussi des puissances européennes clairement aux côtés du Danemark, comme la France et l’Allemagne. Mais le Royaume-Uni est assez silencieux sur cette question, et d’autres pays européens le sont également.
Pourquoi ce silence ? Parce que certains cherchent à se faire oublier, à ne pas attirer l’attention de Trump sur eux, par crainte de représailles. Et beaucoup d’Européens ont peur que l’affaire groenlandaise nous coûte extrêmement cher dans la relation avec les États-Unis : le parapluie nucléaire, les forces américaines en Europe, l’architecture de sécurité européenne, etc.
Donc l’enjeu, pour l’Europe, c’est d’avoir une parole forte et claire : « Nous entendons les préoccupations de sécurité de notre allié américain, mais nos territoires ne sont pas à vendre. » Cet enjeu est à peu près maîtrisé, mais il reste fragile.
La crainte, c’est qu’un jour, certains pays européens viennent à Copenhague pour dire : « On ne va quand même pas se fâcher avec Donald Trump pour trois arpents de Groenland, cédez. » Je cite la Hongrie, l’Espagne, Malte un peu au hasard — pas totalement au hasard — mais l’idée est là : il pourrait y avoir des États prêts à sacrifier beaucoup pour préserver la relation transatlantique.
Et c’est pour cela que les gestes militaires sont mesurés. Quinze soldats français, un soldat britannique, etc. : ce n’est pas une défense militaire au sens strict. C’est un signal politique. Il s’agit de dire aux Européens et aux Danois : « Nous sommes là, la position européenne est ferme. » Mais il ne s’agit pas d’escalader militairement vis-à-vis des États-Unis. On ne menace pas l’armée américaine. On dit : « Nous savons aller dans le Grand Nord, nous pouvons être présents. Si les Russes ou les Chinois étaient réellement là, nous serions là. Nos territoires ne sont pas à vendre. » Mais sans posture de confrontation armée avec l’Amérique.
On a entendu des responsables européens — politiques, ministres, militaires — dire que l’OTAN était presque déjà finie, et que les déclarations de Trump ne faisaient que le confirmer. Pour certains, c’est le signal qu’il faut construire une architecture de défense européenne : une défense européenne unie, voire une armée européenne. Qu’est-ce que vous en pensez ?
S.A. :Je rejette d’emblée l’idée d’une armée européenne, parce que, comme la Fédération européenne, c’est un vieux rêve fédéraliste, mais cela n’arrivera pas : personne n’en veut réellement, et tant que personne n’en veut politiquement — en dehors de quelques idéalistes — cela ne se fera pas.
Sur l’OTAN, il faut distinguer deux choses :
l’Alliance atlantique comme traité politique ;l’Organisation du traité de l’Atlantique Nord, l’infrastructure militaire censée traduire l’alliance en capacités concrètes.
Aujourd’hui, l’OTAN en tant qu’organisation fonctionne très bien. Et si demain les Américains se retiraient de tout ou partie de l’OTAN, elle continuerait en grande partie de fonctionner : les infrastructures sont en Europe, les armées européennes ont l’habitude de travailler ensemble, les procédures existent déjà.
Si l’on voulait une forme « d’armée européenne », on ne réinventerait ni les normes communes ni les procédures : elles sont déjà là — et elles s’appellent, en pratique, l’OTAN. Donc il faut rester lucide : on ne casse pas cet outil parce que Trump est incertain.
En revanche, dans l’Alliance politique, il y a un élément central — même s’il n’est pas écrit noir sur blanc : le leadership américain, et la garantie suprême fournie par les États-Unis. C’est cela qui est en jeu. Pas l’idée d’alliance en soi : si on devait refaire une alliance sans les Américains, on choisirait à peu près les mêmes alliés et on reconstruirait quelque chose qui ressemblerait fortement à l’OTAN… sans les États-Unis. Donc la « maison commune » existe déjà.
Mais le leadership américain, tel qu’il s’exerçait, était globalement bienveillant, fondé sur le consensus, avec des pressions politiques mesurées, et une vision assez généreuse de la sécurité. Il y avait des accords tacites : vous achetez une partie de vos armes aux États-Unis, mais pas tout ; vous gardez vos industries de défense ; et quand une opération est lancée, tout le monde n’est pas obligé de venir « le doigt sur la couture du pantalon ». C’était une alliance unique : une alliance de démocraties avec un hegemon qui acceptait des dissonances.
Or Trump ne veut plus de ce fonctionnement. D’une part parce qu’il considère que les États-Unis ont fourni une garantie unilatérale — et ce n’est pas complètement faux. Certes, en Afghanistan, les Européens sont venus aider les États-Unis quand ils ont appelé : les trumpistes aiment l’oublier, mais nous aimons leur rappeler que nous sommes venus. Cela dit, le discours américain récurrent, désormais, c’est : « OK, nous contribuons à votre sécurité. Qu’est-ce que vous faites pour la nôtre ? »
Ce renversement n’est pas uniquement trumpien : il est bipartisan et date d’au moins dix ans, notamment vis-à-vis de la Chine.
Mais Trump ajoute une obsession personnelle : la soumission de ses vassaux. Il veut être obéi, pas discuté. Et cela devient un problème avec des alliés qui ne fonctionnent pas comme ça : la France, les Scandinaves, d’autres encore, ne disent pas « oui chef ». Pour Trump, l’enjeu est donc aussi symbolique : imposer sa domination sur l’Occident.
Et l’affaire groenlandaise cristallise tout : le narratif MAGA, le narratif techno, le narratif sur les terres rares, sur la Chine, sur la révision de l’architecture de sécurité, sur l’idée que l’Amérique doit redevenir maîtresse de la sphère occidentale.
Donc : l’OTAN est-elle morte comme organisation ? Non. L’alliance politique des démocraties occidentales survivra-t-elle ? Ce n’est pas sûr. Et à mon avis, tout va se jouer dans les six prochains mois, en politique intérieure américaine : si les États-Unis maintiennent des élections libres et représentatives, l’Union de l’Atlantique Nord survivra.
Je précise que les derniers sondages montrent une véritable opposition à l’annexion du Groenland, que ce soit par la négociation — un peu moins — ou par la voie militaire. Il n’y aurait que 5% des Américains favorables, y compris chez les républicains MAGA.
Très clairement, même les électeurs MAGA comprennent qu’attaquer frontalement un allié de longue date, alors que tous les autres alliés sont contre, ne peut que nuire à la crédibilité et à la vertu — entre guillemets — des États-Unis.
Il y a aussi, chez une partie de cet électorat, un réflexe moral : « on ne fait pas ça ». Ceux qui se perçoivent comme les « gentils » — avec parfois une dimension quasi providentialiste, l’idée que Dieu a placé l’Amérique là — considèrent instinctivement qu’attaquer un allié, c’est le comportement des « méchants ».
Mais si les élections étaient confisquées — gerrymandering, obstruction électorale, manipulation des machines de vote, perversion des réseaux sociaux et du ciblage de propagande — et si, à la fin, les élections devenaient une pantomime « à la russe » permettant à MAGA de confisquer durablement le pouvoir, alors l’Union de l’Atlantique Nord serait sans doute morte. Pourquoi ? Parce que le préambule du traité de l’Atlantique Nord insiste : ce n’est pas une alliance d’intérêt pur, c’est une alliance entre démocraties attachées à l’État de droit.
Même lorsque les États-Unis ont fait des entorses majeures, ils affirmaient rester les champions de la démocratie et de l’État de droit, et la parole américaine « valait de l’or ». Le jour où l’Amérique bascule durablement dans l’autocratie, une alliance de ce type n’a plus de sens.
Vous évoquiez la France. Emmanuel Macron a rappelé aujourd’hui plusieurs éléments et donné de nouvelles informations : il a indiqué que la France fournirait à l’Ukraine les deux tiers de ses capacités de renseignement utilisées face à la Russie. Jean-Noël Barrot a proposé qu’Eutelsat serve de solution de substitution pour les communications en Iran. Il a aussi été question de nos capacités nucléaires. Et il y a l’enjeu de nos possessions territoriales dans des zones proches des sphères d’influence américaines : Caraïbes, Guyane, Saint-Pierre-et-Miquelon, et dans le Pacifique Nouvelle-Calédonie, Polynésie… Dans cette perspective, on sent que la France veut renforcer son rôle, tenir un discours plus offensif que la plupart de ses voisins — par exemple sur l’armement ukrainien et la question de l’achat d’armes américaines, à laquelle l’Allemagne s’est opposée. Que pensez-vous de ce rôle singulier de la France ? Et pourquoi a-t-on le sentiment que c’est la voix qui s’élève le plus, face à la Russie comme face aux États-Unis ?
S.A. : La position française est singulière et complète. C’est parfois difficile pour un Français d’avoir le recul, mais j’ai l’impression que la France est, au sein de l’Europe, une sorte de pointe de diamant : à la fois très pointue, très “aiguisée”, mais aussi parmi les plus fragiles. Cela nous donne une responsabilité particulière — et un risque : celui de nous intoxiquer sur nos capacités réelles.
Du côté positif, culturellement, la France a une tradition solide d’indépendance. Nos appareils d’État — services, ministère des Armées, Affaires étrangères — ont l’habitude de penser le monde par eux-mêmes et de ne pas faire leur politique étrangère “à Washington”.
Nous avons un réseau diplomatique très fort, des territoires et des populations françaises un peu partout, ce qui donne une compréhension du monde dans la sphère publique qui est excellente.
Mais la contrepartie, c’est une appropriation relativement faible, dans la société française, des enjeux de sécurité et de défense. On a souvent les défauts de nos qualités : parce que la technostructure et une partie de la classe politique sont professionnelles et investies, la société s’y intéresse moins. Résultat : la voix française est souvent techniquement juste et bien posée, mais elle trouve moins de relais dans le débat national, où c’est plus compliqué.
Militairement, la France a aussi une tradition d’autonomie : nous avons préservé des capacités nationales “clefs de voûte”, la capacité à planifier et conduire des opérations seuls si nécessaire — chose rare dans l’Alliance. Même si tout n’est pas parfait, nous savons faire des opérations complexes.
Nous avons aussi la dissuasion nucléaire : elle nous prémunit contre une menace d’anéantissement et nous rend moins dépendants du parapluie américain. Si les États-Unis quittaient l’Europe, nous serions très inquiets pour nos voisins ; pour nous-mêmes, nous serions inquiets, mais la Russie ne pourrait pas nous anéantir impunément.
En revanche, les capacités françaises sont chichement comptées, et nos marges budgétaires sont faibles. Il y a un problème de crédibilité : diplomatiquement, nous parlons beaucoup, nous sommes moteurs — coalition des volontaires, etc. —, nous fournissons des capacités précieuses (SCALP, avions, CAESAR, renseignement), mais en volume financier, en part de PIB, notre effort est jugé faible par rapport à notre richesse. Beaucoup de voisins nous le disent : « Vous voulez l’émancipation européenne, qu’est-ce que vous mettez sur la table ? On a l’impression que vous faites business as usual. »
Et pourtant, ce n’est pas réductible, car ils ne fournissent pas, eux, certaines capacités que nous fournissons. D’où la métaphore de la pointe de diamant : nous avons une technostructure performante, mais une crise politique et budgétaire qui empêche un engagement plus massif. Les Baltes, les Scandinaves, font des efforts financiers majeurs parce qu’ils ont une cohésion nationale forte. Les Britanniques, en proportion, font plus d’efforts que nous, notamment parce qu’ils ont un consensus national plus fort face à la Russie — et parce qu’ils ont subi des agressions russes plus directes, comme l’affaire Skripal.
Donc, la France a un rôle naturel : puissance nucléaire, siège au Conseil de sécurité, tradition de dire aux États-Unis « vous êtes nos alliés, pas nos protecteurs ». Mais aujourd’hui, notre voix est aussi plus prudente qu’en 2003. À l’époque de l’Irak, quand la France clouait les États-Unis au pilori à l’ONU, il n’y avait pas de sanctions : un “bad buzz” diplomatique, mais la coopération continuait. Aujourd’hui, si on allait aussi loin, on risquerait des sanctions, des droits de douane, des représailles. Cela change le calcul.
Enfin, il faut se méfier d’une tentation française : confondre “moteur” et “chef”. Aucun Européen n’est prêt à nous concéder un rôle de chef. Depuis Louis XIV, nous avons du mal à renoncer à l’idée d’une prééminence naturelle : cela n’arrivera plus. On peut être un grand pays moteur, mais pas “le chef”. Et l’Europe peut fonctionner sans chef si l’on s’accorde au moins entre grands pays — Français, Allemands, Britanniques — puis les autres suivront, parfois en râlant.
Le Groenland peut être un test de cohésion européenne, mais aussi un test de nos capacités authentiques de dissuasion militaire. L’arme nucléaire n’est évidemment pas une options face aux États-Unis. Que nous reste-t-il comme moyens pour défendre nos intérêts stratégiques au Groenland ?
S.A. :Je suis toujours surpris par la facilité avec laquelle certains esprits français envisagent presque avec envie l’idée de se battre contre les États-Unis. Il y a des réflexes campistes anti-américains, mais il faut voir la réalité : personne en Europe ne nous suivrait dans une guerre contre l’Amérique — même pas les Danois.
Les Groenlandais, eux, se défendraient sans doute, parce qu’ils sont légitimes à décider de leur avenir, et parce que la relation avec le Danemark est historiquement coloniale et compliquée. Mais une guerre européenne contre les États-Unis est une fiction.
L’enjeu central pour les Européens est donc de garder la cohésion face à Donald Trump sans faire des États-Unis nos ennemis. C’est un jeu d’équilibriste : contourner le problème Trump, trouver des appuis, et surtout garder des liens avec les militaires, les diplomates, les parlementaires américains, pour leur dire : « Nous comprenons vos préoccupations de sécurité, nous sommes prêts à nous renforcer dans le Grand Nord, mais nos territoires ne sont pas à vendre. »
La dissuasion doit viser Trump, pas “l’Amérique” en tant que telle. Il est utile d’envoyer des forces, de faire des exercices, d’affirmer notre présence. Il faut aussi rappeler qu’il existe une menace russe sur le Svalbard : nous sommes dans une zone sensible, et chaque déploiement peut se justifier aussi par la dissuasion face à d’autres acteurs.
Mais il ne faut pas adopter une posture ouvertement anti-américaine, car cela donnerait des arguments à Trump pour rallier à lui des segments réticents de l’appareil sécuritaire et du Congrès : « Vous voyez, les Européens ne nous aiment pas, ce ne sont pas des alliés. » Ce serait contre-productif.
Donc, officiellement, oui : présence européenne pour protéger le territoire, empêcher des intrusions russes ou chinoises. Officieusement : cela augmente le coût politique d’une intervention américaine — tirer sur des Français ou des Allemands, ce n’est pas “agréable”. Mais il ne faut pas croire qu’on se battra contre les États-Unis : s’engager dans cette voie, ce serait alimenter Trump. Il ne faut pas le faire.
Emmanuel Macron a dit qu’il espérait que, si nous étions en guerre, nos capacités de production industrielle de défense ne seraient pas les mêmes. On voit que le prix de l’indépendance serait énorme si les États-Unis se détachaient totalement de l’OTAN et que nous devions bâtir une architecture de défense européenne beaucoup plus ambitieuse. Or, nous avons déjà des dépenses publiques colossales, un coût du travail élevé, une compétitivité complexe. Devrait-on faire des aménagements radicaux pour constituer cette architecture de défense — en France, mais aussi chez nos voisins ?
S.A. : Le Système de combat aérien du futur (SCAF) est à la fois un projet industriel, un outil militaire et un révélateur politique. Sur le papier, il doit donner à l’Europe un système aérien de sixième génération combinant avion de combat, drones, capteurs et réseaux. Dans la réalité, il met surtout en lumière les fragilités structurelles de la coopération de défense européenne.
Les propos tenus aujourd’hui par Emmanuel Macron, appelant une nouvelle fois à « tenir le cap » et à préserver la souveraineté stratégique européenne, traduisent une inquiétude bien réelle : le SCAF est en train de devenir l’otage des divergences nationales. La France voit dans ce programme la continuité de son modèle, fondé sur l’autonomie stratégique et la maîtrise complète de la chaîne de conception d’un avion de combat. L’Allemagne, elle, raisonne davantage en termes de partage industriel et d’équilibres politiques internes, tandis que l’Espagne cherche surtout à ne pas être marginalisée.
Le cœur du problème n’est pas technique, il est politique et industriel. Le futur avion de combat est un objet de souveraineté. Celui qui en maîtrise l’architecture, les logiciels et l’intégration des systèmes détient le véritable pouvoir. Dassault, fort de l’expérience du Rafale, veut garder la main. Airbus, représentant plusieurs États, refuse d’être relégué au rang de simple sous-traitant. Cette rivalité est rationnelle du point de vue industriel, mais destructrice pour la logique de coopération.
Le SCAF illustre ainsi un paradoxe européen : tous les États disent vouloir plus d’Europe de la défense, mais aucun n’est prêt à abandonner le contrôle de ses technologies clés. On veut mutualiser les coûts, mais pas les décisions. On veut coopérer, mais à condition de rester maître chez soi. Résultat : les projets prennent du retard, les coûts explosent, et la crédibilité militaire de l’ensemble s’érode.
Dans un monde où les États-Unis, la Chine et la Russie accélèrent, l’Europe s’offre le luxe du doute. Macron a raison sur un point : il n’existe pas d’alternative crédible au SCAF si l’on veut éviter une dépendance durable envers Washington. Mais la volonté politique ne suffira pas si elle ne s’accompagne pas d’un choix clair : accepter une vraie hiérarchie industrielle et stratégique, ou renoncer à l’ambition. Entre coopération et souveraineté, l’Europe doit enfin choisir — faute de quoi le SCAF restera un symbole, non une capacité.
Là, on est au cœur de l’acceptabilité sociale des dépenses de défense. Et cela rejoint ce que je disais sur la France : dans toute l’Europe occidentale, on a dépossédé les populations des enjeux de sécurité. On leur a expliqué : « les crises, c’est loin ; la technostructure gère ; n’y pensez plus ». Conséquence : on a durablement délégitimé l’effort de défense dans l’opinion.
Et, en particulier en France, une partie de la classe politique se fait réélire sur la promesse du confort — confort social, confort matériel — plus que sur une promesse d’émancipation ou de liberté. On dit aux électeurs depuis quarante ans : « ce qu’on vous doit, c’est le confort ». Donc, lorsqu’on arrive et qu’on dit : « surprise, il va falloir tailler dans la protection sociale, réindustrialiser, produire, se salir les mains », cela devient politiquement explosif.
Or la vérité est là : remonter les industries de défense implique de remonter l’industrie tout court. L’exemple des obus est frappant : depuis trois ans, psychodrames, tensions autour des filières, pénuries. On a ré-internalisé une partie des poudres, mais on reste faibles, car en amont, c’est de la chimie, des acides, de la cellulose : des chaînes industrielles qu’on a déléguées à l’Asie, à la Chine.
Il n’y a qu’un pays européen qui produit du TNT. Et même si demain on ouvre des usines, on s’aperçoit que l’arrière-plan, c’est l’industrie lourde.
La logique est la même partout : si la Chine produit tant de navires, c’est parce qu’elle a la plus grande industrie navale civile du monde. Les Européens produisent encore quelques navires parce qu’ils ont encore quelques chantiers civils. Les Américains ne produisent presque plus de navires parce qu’ils n’ont plus que des chantiers militaires : sans industrie civile, la base industrielle se fragilise.
Donc, l’enjeu européen est immense : réapprendre aux Européens qu’il n’y a pas de système qui offre le confort à vie sans effort ; qu’il faut produire en Europe — industrie, agriculture ; qu’il faut accepter, potentiellement, de rogner certains programmes sociaux. Mais cela ne sera accepté que si les populations comprennent qu’il existe une menace sérieuse sur leur mode de vie.
Et c’est tout le biseau actuel : comment faire comprendre la gravité de la menace avant qu’elle ne devienne si terrible qu’elle nous écrase ? Pour l’instant, en dehors des pays directement exposés à la Russie, ce discours peine à prendre.
Sur la question de la coordination de la position européenne sur le Groenland, il y a aussi un enjeu qui s’inscrit dans la durée. Il y a un enjeu d’adaptation : comment les Européens s’ajustent à un monde structurellement instable, un monde qui ne fonctionne plus par cycles de crise, mais par déstabilisations parallèles.
Parce que l’habitude européenne, c’est de gérer les crises l’une après l’autre : une crise étant perçue comme une déviation temporaire de l’ordre du monde, circonscrite dans l’espace et dans le temps. Et puis, bon an mal an, on finissait par revenir à une situation « nominale »… jusqu’à la crise suivante.
Or, avec le Groenland, on a l’exact inverse : la crise se produit en même temps que la crise en Ukraine, en même temps que la crise au Venezuela, en même temps que le maintien d’une position inconfortable au Proche-Orient, en même temps que la montée des tensions en Asie. Tout explose partout.
Donc, pour les Européens, il y a un enjeu très concret : parvenir à dégager assez de “temps cerveau” et assez de moyens pour gérer ces crises en parallèle, et non plus successivement, dans un état du monde où l’instabilité devient la norme.
Et cela, pour nous, c’est un défi à plusieurs étages : une nouveauté, d’abord ;un défi de technostructure et d’organisation ensuite ;et, sur le long terme, un défi de modèles mentaux, c’est-à-dire de manière de penser et d’ordonner le monde.
Contribuables associés, January 15
Le salaire mirobolant de l’argentière des syndicats français
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La rémunération de la déléguée générale de l’AGFPN laisse pantois. Gérant des fonds publics destinés aux syndicats, cette structure discrète lui verse un salaire sans rapport avec ses responsabilités, au point d’alerter la Cour des comptes.
Un petit monde clos, où la soupe est toujours chaude : selon les révélations du Canard enchaîné, la déléguée générale de l’Association de gestion du fonds paritaire national (AGFPN), Clara Sorin, perçoit une rémunération de 200 000 euros par an.
Un pont d’or sans commune mesure avec la taille de cette structure chargée de répartir des fonds aux syndicats (162,4 millions en 2024).
Argentière invisible, mais grassement payée, inconnue des militants syndicaux, absente des rapports publics, Clara Sorin a pourtant vu son salaire s’envoler en quelques années, sans justification proportionnée à ses missions, souligne le Canard enchaîné.
Recrutée fin 2016 sur une base de 133 000 euros brut annuels, elle bénéficie rapidement d’arrangements favorables.
Toujours selon Le Canard, une convention collective taillée sur mesure lui permet d’atteindre 175 000 euros dès 2020.
Puis viennent les primes exceptionnelles, notamment liées au Covid-19, et un changement de grade, portant sa rémunération à près de 200 000 euros par an en 2022 !
La Cour des comptes s’étrangle, les administrateurs se taisent : la juridiction financière s’est émue de la situation dans un rapport de 2024. En dénonçant un niveau de salaire « pas en rapport avec les responsabilités effectives assumées » et appelant à une « mise en cohérence ».
Rien n’a bougé.
Une critique d’autant plus sévère que l’AGFPN ne compte qu’une poignée de salariés et que sa directrice ne contrôle même pas l’utilisation de la manne qu’elle distribue, cette tâche relevant du conseil d’administration paritaire.
Ni ce conseil, ni le ministère du Travail n’ont souhaité répondre aux questions du Canard enchaîné, souligne l’hebdomadaire satirique.
Le rôle de l’AFGPN fait l’objet de critiques périodiques.
Contribuables Associés a dénoncé notamment la loi de 2014 qui a quasiment transformé le financement syndical en financement public.
Pour mémoire, les fonds versés aux syndicats via l’AGFPN proviennent essentiellement d’une contribution patronale de 0,016 % assise sur la masse salariale (119,9 millions d’euros en 2024), d’une subvention directe de l’État (34,7 millions d’euros en 2024) mais aussi d’une contribution propre au secteur du bâtiment (7,8 millions d’euros en 2024).

